INTERVIEW

Interview mit Wally Feiden
Bereit für neue Taten.


TERMINE

29. Oktober, 18.00 Uhr
Eröffnungsrede zum
Martinimarkt



POLITIK

Viel getan und noch viel vor.

Zum Wohle von Bad Honnef: Zukunft wird gemacht.

Wally Feiden sorgte mit ihrem Amtsantritt als Bürgermeistern von Bad Honnef vor vier Jahren für frischen Wind in der Stadt. "Die Revolution in der Idylle" titelte ein bundesweit erscheinendes Blatt. Seither ist sie ihrer politischen Linie treu geblieben: Was sie sagt, das meint sie, und was sie verspricht, das hält sie. "Ich verspreche nur das, was ich halten kann. Daher konnte ich auch meine Vorhaben weitgehend in die Tat umsetzen - aber ich habe noch sehr viel nicht zu Ende bringen können und noch viel mehr in meinem Kopf, das noch angepackt werden soll", sagt sie dazu.

Rückblickend müssen selbst Neider eingestehen, dass Wally Feiden in ihren wenigen Amtsjahren und ohne Geld viel in Bad Honnef bewirkt hat. Dadurch war es "für uns ganz natürlich, sie zu fragen, ob sie erneut antritt", sagt Annette Stegger, die Vorsitzende der SPD Bad Honnef. Wally habe, so werde auch in der Stadt parteiübergreifend gesagt, einen guten Job gemacht und sie bringe beste Voraussetzungen mit, Beharrlichkeit, Belastbarkeit sowie Einfühlungsvermögen und Verhandlungsgeschick.

Wally Feiden selbst sieht sich gerüstet für eine nochmalige Amtszeit. Sie kann jetzt aufbauen auf einem tatsächlich ausgeglichenen Haushalt - ein Erfolg, an den keiner bei Amtsübernahme und noch bis zu Beginn dieses Jahres glauben wollte. Disziplin und Kreativität waren bei der leeren Stadtkasse von Nöten, um mit dem Wenigen viel zu bewirken. Zielstrebig will Feiden in ihrem Haushaltsmanagement auch weiterhin einen rigorosen Sparkurs verfolgen, damit Bad Honnef bald dauerhaft schwarze Zahlen schreiben kann, immer unter der Voraussetzung, dass die Wirtschaft sich weiterhin positiv entwickelt.

Was die wirtschaftliche Seite Bad Honnefs betrifft, ist Wally Feiden realistisch. Bad Honnef ist kein klassischer Gewerbestandort. Umso wichtiger ist es, "zu halten, was wir haben", kommentiert Feiden. Sie habe viel Kraft und Zeit in die Bestandspflege investiert und sie könne daher ein wirtschaftliches Wachstum verzeichnen, das zu 90% auf das Konto von ansässigen Unternehmen und einigen Existenzgründern geht. "Ich habe die ARGE mit jetzt 30 Arbeitsplätzen nach Bad Honnef geholt, ich habe den Uhlhof mit rund 90 und eine weitere Firma mit etwa 100 Arbeitsplätzen in unserer Stadt gehalten", verweist Feiden auf greifbare Erfolge. Die Krankenhauserweiterung habe sie stets aktiv begleitet, was ebenfalls zusätzliche Arbeitsplätze bringen wird. Der Gewerbepark Dachsberg in Rottbitze wurde von ihr gegen erhebliche Widerstände in die Umsetzung gebracht, den großen Bebauungsplan 23, ebenfalls in Rottbitze, hat sie vom Eis geholt, auf das man es vor ihrer Amtsübernahme gelegt hatte. Nicht von ungefähr haben sich rechtzeitig die großen Discounter hier angesiedelt. Feiden rechnet mit einem Boom in Rottbitze.

Im Talbereich hat sie mehrere nicht unumstrittene Bauprojekte mit der Ratsmehrheit verwirklichen können. Sie hat den Mut gehabt, erneut einen Bebauungsplan für das Gebiet Floßweg/Am Weiher aufleben zu lassen.Weitere Projekte, die sich in ihrer jetzigen Amtszeit nicht zu Ende bringen oder einfach nicht finanzieren ließen, gaben mit den Ausschlag für eine erneute Kandidatur. So ist zum einen der Nationalpark, der ein Gewinn für die gesamte Region des Siebengebirges darstellt, ein Thema, dessen Umsetzung sie sich weiter widmen möchte. Das Leitbild 2010 der Stadt Bad Honnef, das 2003 vom Stadtrat verabschiedet wurde, stellt Feiden wieder in den Mittelpunkt ihres Wahlkampfes. "Nach der Wahl werde ich die Fortschreibung anstoßen, denn manche Entwicklung, wie der demografische Wandel, wurde seinerzeit noch nicht genügend berücksichtigt."

Wally Feiden hat die Rückkehr in die finanzielle Souveränität eingeläutet und damit die schwerste Aufgabe aus dem Leitbild angepackt. Mit der guten Lebens- und Wohnqualität in Bad Honnef muss es nun gelingen, die Menschen hier zu halten und auch Zuzüge zu erreichen. Dafür will sie das Verständnis zwischen alten und jungen Menschen stärken, die Familie weiter ins Zentrum ihrer Politik rücken und das bürgerschaftliche Engagement durch eine neue Anerkennungskultur für das Ehrenamt verbessern. "Deshalb werde ich für die Umsetzung des beschlossenen Bündnisses für Familien sorgen", verspricht sie. Sie will dafür im Rathaus eine Projektgruppe einsetzen, die die Themenfelder demografischer Wandel, bürgerschaftliches Engagement und Familienfreundlichkeit aktiv bearbeitet und nach innen und außen vermittelt.

Ehrgeizig, voller Elan, Kreativität und mit Marathonqualitäten präsentiert sich Wally Feiden, der nicht so schnell die Puste ausgehen wird, im anstehenden Wahlkampf.