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29. Oktober, 18.00 Uhr
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Überraschung von Aegidienberger Jugendlichen

Sie hat's geschafft! Wally Feiden ist wieder Bürgermeisterin!

D A N K E !!!!!

Wally Feiden nach dem Sieg



TAGEBUCH

Nachhutgefechte,
Aufräumarbeiten und schlechte Verlierer

Der Landesgesetzgeber hat es so gewollt: die CDU-FDP-Regierung hat die Stichwahl bei der Bürgermeisterwahl abgeschafft. Die SPD Bad Honnef hat durch einen Antrag an den Landesparteitag dagegen protestiert und dort Unterstützung gefunden. Die Koalition in Düsseldorf, wo in aller Regel der Schwanz mit dem Hund wackelt, nämlich die kleine FDP immer mal wieder der CDU die Regeln diktiert, sah keine Veranlassung, ihre Haltung zu revidieren. Kaum aber wird in Bad Honnef nach diesem Regierungswillen entschieden, entdecken die den unterlegenen Kandidaten tragenden Gruppierungen, dass diese Regelung undemokratisch sei!

Sei's drum! Die beiden Kandidatinnen und der Kandidat kannten die veränderten Spielregeln und sind unter diesen Bedingungen angetreten. Und da ist es schlichtweg schlechter Stil im Nachhinein diese Bedingungen auf einmal zu diskreditieren. Nur schlechte Verlierer schmälern dem Gewinner seinen Sieg, in diesem Fall der Gewinnerin ihren Sieg. Ich jedenfalls bin in einer demokratischen Wahl in meinem Amt bestätigt worden und weder nachträgliches Lamentieren noch rechnerische Schönfärberei des bezwungenen Mitbewerbers vermögen daran etwas zu ändern.

Und damit komme ich zum Wichtigsten: Ich danke allen Wählerinnen und Wählern, die trotz der großen Materialschlacht in Plakaten und Pamphleten, trotz der Schmähungen und Beschädigungen zu mir gestanden und schließlich ihre Stimme für mich abgegeben haben. Ich freue mich, dass ich nun eine weitere Amtszeit für das Wohl der Stadt als Chefin im Rathaus arbeiten darf. Da ich die Herausforderungen dieses Amtes kenne, weiß ich auch, was mich erwartet. Daher habe ich den Herausforderern noch am Wahlabend die Hand gereicht und ihnen angeboten, gemeinsam die Ziele und Versprechungen des Wahlkampfs anzupacken.

Es sollte anders kommen. Cornelia Nasner, die Kandidatin der CDU, zeigte Größe in ihrer sicherlich bittersten Niederlage. Wenn sie im Wahlkampf eine faire Gegnerin war, so war sie jetzt eine ebenso faire Verliererin. Da ich selbst 1999 in dieser Rolle war, weiß ich, wie sehr das schmerzt. Sie aber hatte in den letzten Stunden vor der Wahl auch noch durch so genannte Parteifreunde den Verrat zu spüren bekommen. Sie hat inzwischen aufgegeben, sie wird die CDU nicht mehr führen und andere werden die notwendigen Aufräumarbeiten durchführen müssen. Diesen Schritt habe ich nicht zu kommentieren. Aber Achtung und Respekt vor ihrem konsequenten Verantwortungsbewusstsein möchte ich ihr ausdrücklich aussprechen.

Die Fortsetzung des ohnehin rüden Wahlkampfs des anderen Rivalen um die Gunst des Wählers und der hinter ihm stehenden Gruppierungen hingegen halte ich für unwürdig. Das sind Nachhutgefechte, die nur zur politischen Brunnenvergiftung taugen. Sie erschweren allerdings eine für Bad Honnef dringend notwendige Gemeinsamkeit, um die ich mich auch weiterhin bemühen werde.

Ich habe auf meinen Plakaten versprochen: "Ich stehe für Bad Honnef". Dieses Versprechen habe ich nach meinem Wahlsieg im Rathaus den zahlreichen Bürgerinnen und Bürgern erneut zugerufen. Und daran halte ich fest. Ich stehe für ein liebens- und lebenswertes Bad Honnef. Ich baue auf die Unterstützung nicht nur einer Mehrheit im Rat sondern auch zahlreicher Organisationen und Vereine in unserer Stadt. Gemeinsam sind wir stark!



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